Wer sich sein im Juni 2013 in der deutschen Übersetzung erschienenes Buch "Mensch 2.0: Die Singularität naht" kauft, wird es danach wahrscheinlich auf dem Kindle lesen. Warum? Weil die Singularität naht. Unsere heutige technologische Entwicklung sei dem Buch zufolge der Vorläufer einer bevorstehenden Revolution. Der Autor, Erfinder und Leiter der technischen Entwicklung bei Google behauptet, dass das Jahr 2045 ein historischer Meilenstein wird. Dann soll nämlich der Mensch mit Hilfe der Technologie seine biologischen Begrenzungen überwinden können.
Sein Buch ist hoch interessant. Es ist für jeden, der sich mit Technik auseinander setzt eine Bereicherung - auch wenn er den Ausführungen Raymond Kurzweils nicht folgen möchte. Denn "Mensch 2.0: Die Singularität naht" gibt einen tiefen Einblick in die Denkweise jener Menschen, die an der Spitze von Technologiekonzernen stehen.
Raymond Kurzweils Ansicht nach geht die Evolution des Menschen von der biologischen in die technologische über. Mit der Steigerung von Computerleistung würde sich diese Evolution immer schneller vollziehen. Bis 2045 soll unsere informations-technologische Entwicklung derart zugenommen haben, dass eine künstliche Intelligenz in der Lage sein soll, die Menschheit unsterblich werden zu lassen. Diese Revolution bezeichnet er als Singularität.
Die zweite Auflage von 656 Seiten ist für 25 Euro beim Verlag Lola Books zu haben. ISBN-13-Nr.: 978-3944203089