Das Thema ist umstritten. Befürworter rechnen vor, dass ein breiter Einsatz von Energiesparlampen ein bis zwei Kohlekraftwerke in Deutschland einsparen könnte. Auf der anderen Seite stehen Kritiker, die von Elektrosmog, hohen Ressourcen für die Herstellung und Inhaltsstoffen wie Quecksilber sprechen.
Das Umweltbundesamt verweist auf die geringe Menge an enthaltenem Quecksilber, welche selbst nach einem Bruch der Energiesparlampe unbedenklich sei. Dennoch sollten ausgediente Lampen bei einer geeigneten Sammelstelle für Altgeräte abgegeben werden und keinesfalls mit dem Hausmüll oder im Altglascontainer entsorgt werden. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) beruhigt ebenfalls. Es bestehe keine Gesundheitsgefahr. Warnt aber gleichzeitig: "Niemals die Energiesparlampe in den Hausmüll oder in den Glascontainer werfen! Denn sie enthält geringe Mengen giftigen Quecksilbers."
Das Nachrichtenmagazin Plusminus hat über dieses Thema einen kritischen Beitrag gedreht. Daraus geht hervor, dass beim Zerbrechen einer Energiesparlampe eine gefährliche Konzentration von Quecksilberdampf freigesetzt werden kann. Plusminus interviewte in dem Beitrag Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes von 2009 bis 2013. Bezüglich der Einschätzung des Umweltbundesamtes, dass Energiesparlampen unbedenklich seien, äußerte Jochen Flasbarth: "Wir haben eigene Messung nicht durchgeführt. Wir verlassen uns natürlich darauf, dass die Angaben, die angeführt werden von der Industrie, auch korrekt sind."
Die umfassenste Dokumentation über eine mögliche Gefährdung der Gesundheit durch Energiesparlampen ist derzeit der Film Bulb Fiction. Darin geht es um Macht und Machenschaften der Industrie, um die Verstrickung der Politik in diese Strukturen und die Frage und ob Energiesparlampen nun wirklich unbedenklich sind oder nicht.